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Volleyball

Neues aus der Anstalt

Zwei frische C-Trainer im Kreuzverhör


Interview der Trainer von Damen 1 (Chris D.) und Herren 1 (Phil K.) Vol.2

Die Saison liegt erst wenige Tage zurück und die Ziele der beiden Mannschaften scheinen nach den Erwartungen aus dem vergangenen Sommer erreicht. Zeit für ein kleines Fazit und einen lustigen Rückblick.

Fragen von Chris an Phil

1. Eine aus meiner Sicht sehr erfolgreiche Saison hat nicht den erwarteten Höhepunkt gefunden, sodass wir Herren keine Relegation spielen dürfen. Bist du enttäuscht?

Aber davon kann ja nicht im Geringsten die Rede sein! Mit dem dritten Platz haben wir unser Ziel sogar über erfüllt. Wer noch mal nachliest erfährt, dass ich den 4ten Platz als Ziel ausgegeben hatte. Wenn man dann noch schaut, wir knapp die Tabelle am Ende aussieht, mit 5 Punkten weniger hätte man Abstiegsrelegation spielen müssen, kann man wirklich stolz sein.

2. Du bist jetzt mehr als ein Jahr Trainer bei den Herren. Was, würdest du sagen, hast du im vergangenen Jahr erreicht?

Die Fakten sprechen ja für sich. Die Mannschaft hat sich vom Abstiegskandidaten zum Aufstiegskandidaten und einer Größe in der Liga entwickelt. Das war vor allem durch eine gute Vorbereitung möglich in der wir eine tolle Einheit geformt haben. Zunächst stand natürlich die Formung der einzelnen Spieler und die Verbesserung der Technik im Vordergrund später dann mehr und mehr das Zusammenspiel als Mannschaft. Das sind auch die Dinge die mich freuen und motivieren. Aus Hobbyspielern durfte ich richtige Volleyballer machen und auch besonders die alten Hasen haben noch mal Bock bekommen sich weiter zu entwickeln.

3. Die 4. Mannschaft vom SSC aus der Landesliga schickt einen Vertreter zu dir und will dich als Trainer anwerben. Warum wird deine Leidenschaft weiter dem PSK Herren 1 gelten?

Zunächst mal, weil ich ein sehr loyaler Mensch bin und mir meine Leute wirklich auch persönlich wichtig sind. Beim PSK haben wir keinen Druck super professionell zu spielen, sondern machen das aus Leidenschaft und Freude am Sport. Dazu kommt, dass uns auch eine soziale Komponente verbindet. Persönlich bin ich natürlich gespannt was mit der Mannschaft noch so möglich ist. This Season was practice next year is game time!

4. Im Sommer hast du ein grandioses internes Mixed Turnier organisiert. Kannst du ein paar Worte dazu sagen?

Ja das war mal wieder ein spontanes Hirngespinst von mir, das dann doch echt cool geworden ist. Das Wetter hat mitgespielt und Sonne + Sand + Volleyball ist natürlich immer eine super Konstellation. Ich glaub was es so richtig in Fahrt gebracht hat war, dass ich einen kleinen Pokal gekauft habe. Den wollte dann natürlich jeder haben und hat sich besonders angestrengt.

5. Was war dein schlimmster Moment in dieser Saison? Warum war es der schlimmste?

Es gab keine schlimmen Momente. Etwas ärgerlich war die Niederlage gegen Ettlingen/Rüppurr. Die VSG war vorletzter und wir hatten mit Kleinsteinbach gerade den Tabellenführer geschlagen. Danach waren die Mannschaft und ich eine ganze Weile lang besonders schlecht gelaunt. Auf Euphorie und Aufstiegsgedanken folgte direkt die Ernüchterung. Für mich war es besonders schwer, weil sich das Ganze auch auf die Trainingsbeteiligung ausgewirkt hat und man sich fragt, was man falsch gemacht hat.

6. Gibt es Highlights aus den letzten 6 Monaten, die du mit der Gemeinde teilen möchtest?

Sieg gegen Öschelbronn eine Landesligamannschaft im Vorbereitungsturnier, dann die ganzen Fünfsatzspiele, besonders der 30:28 Satz gegen Kleinsteinbach und natürlich die Freude nach dem ersten 3:0 Sieg dieser Saison und dem dritten Platz trotz 3:2 Niederlage gegen Neuweier. Dazu kommen mein Trainerschein und die Hospitationen als Co-Trainer in der zweiten Liga in Offenburg. Die wahren Highlights sind für mich aber die kleinen Momente im Training, wenn alle ein Lächeln im Gesicht haben, weil mir eine lustige Übung eingefallen ist oder so gegen Mitte des Trainings wieder ein leises gemurmeltes ”Spielen, spielen, spielen…” an mein Ohr dringt.

7. Es ist Dienstagabend. 20 Uhr. Du sitzt einsam zu Hause. Netflix dudelt und dir ist langweilig. Was ist schiefgelaufen, wenn sich ein solch düsteres Zukunftsszenario erfüllt?

Volleyball wurde unter Androhung von Strafe verboten

8. Du bist seit kurzem C-Trainer im Leistungssport Volleyball. Was hat dieser Zettel für einen Phil K. für einen Wert und was hast du dort mitgenommen?

Ich durfte als Trainerpersönlichkeit noch mal enorm wachsen. Ich denke mein Training hat sich noch mal stark verändert. Ich plane jetzt meine Trainings zielgerichteter aber auch dynamischer.
Ich will ganz ehrlich sein, Trainer sein hat mich schon lange fasziniert und das ganze jetzt schwarz auf weiß zu haben bedeutet mir tatsächlich viel.

9. Sommerpause wird auch immer verbunden mit einem Sommerloch. Was planst du mit der Mannschaft in dieser Zeit?

Durch Beachvolleyball haben wir ja eine schöne Beschäftigung. Ich möchte der Mannschaft erst mal Gelegenheit geben, wieder ”Bock” auf Volleyball zu bekommen und sich ein wenig zu entspannen, mir selbst übrigens auch. Dann möchte ich möglichst einmal die Woche weiter trainieren und dort Dinge üben, die eine gewissen Synergie zwischen Beach und Halle haben. Das angesprochene Beachturnier möchte ich natürlich möglichst wiederholen.

10. Heute darfst du dir etwas wünschen. Am 1.7. öffnet sich die Tür zur PSK Halle 1 und es stehen zwei Wunschspieler vor der Tür und sagen, dass sie in der kommenden Saison gerne für den PSK spielen würden. Kannst du die beiden ein wenig beschreiben?

Der erste ist ein Mittelblocker, jung und mindestens zwei Meter groß, vom Charakter ein bisschen eine ”Rampensau”. Der andere ist ein Zuspieler mit viel Erfahrung der früher mal höher gespielt hat und jetzt Lust hat, seine Erfahrung an andere Spieler weiter zu geben.

 

Fragen von Phil an Chris

1. Hallo Chris zunächst erst mal viel Erfolg zum Aufstieg deiner Damen in die Bezirksliga, das ist jetzt der direkte Durchmarsch. Wie ist es zu dieser tollen Leistung gekommen?

Der Glückwunsch gilt natürlich auch der Mannschaft, und das ist schon eine wirklich sehr schöne Geschichte. Ich könnte jetzt an dieser Stelle so viele Kleinigkeiten aufzählen, die aus meiner Sicht dazu beigetragen haben, dass es in dieser Saison für einen ganz großen Wurf gereicht hat. Da reicht der Platz aber hier nicht aus. Im Endeffekt würde ich aber sagen, dass wir in allen Spielen (außer in einem) einfach enorm darauf fokussiert waren, unser bestes Volleyballspiel zu zeigen und den Gegner zu besiegen. Es war einfach an der Körpersprache und durch die hohe Konzentration erkennbar, dass man nichts her schenken möchte. Am Ende hat das wohl den Ausschlag gegeben, und der zweite Platz war nach dieser Leistung auch wirklich verdient.

2. Hast du schon Ziele für die nächste Saison gesetzt, wenn ja welche?

Nein, ich habe noch keine neuen Ziele gesetzt. Zunächst einmal hoffe ich, dass wir die nächst höhere Liga genießen können. Im Pokal hat es der Mannschaft schon so viel Spaß gemacht, gegen wirklich starke Mannschaften zu spielen, denn dieses Ebenbürtige war im Ligaalltag nicht immer gegeben. In der nächsten Saison können wir davon ausgehen, dass jeder Gegner mithalten wird und wir für etwas Zählbares alles aufbieten müssen. Es wird auf jeden Fall eine Saison werden, die wir uns mit der jetzigen Leistung verdient haben.

3. Neben deiner Trainertätigkeit bist du selbst auch noch Spieler in der 1. Herrenmannschaft, wie hältst du dieser Doppelbelastung stand und was sagt deine Frau dazu, wenn du vier Abende die Woche mit Volleyball verbringst?

Nun ja, dazu möchte ich erst mal sagen, dass meine Frau mich dabei schon sehr unterstützt. Sie ist oft bei den Spielen dabei und irgendwie hat sie inzwischen auch das Spiel der Damen liebgewonnen. Ich glaube, der Sport gibt einem sehr viel, wenn man aktiv in einer Mannschaft spielt. Du weißt ja, dass ich es auch wegen meiner Arbeit nicht immer pünktlich zu deinen Einheiten schaffe und nicht selten auch erst mal in Ruhe gelassen werden möchte. Das gibt sich aber dann meistens wieder, wenn ich ein bisschen den Ball geschlagen habe, und ich glaube ich brauche das auch. Das Trainersein ist etwas anders, da ist es eher so ein bisschen Entertainment für die Anwesenden. Die meisten kommen aus dem gleichen Grund wie ich ins aktive Training und ich bin an der Stelle in der Lage, diese geschenkte Zeit zu gestalten. Es ist ein schönes Gefühl, damit etwas weiterzugeben, bringt natürlich damit eine spannende Verantwortung mit sich. Im Endeffekt sind die vier Abende mein Hobby und ich verbringe die Zeit gerne dort. Sonst würde ich das nicht machen.

4. Es gab in der Saison auch die ein oder andere Kontroverse bezüglich der Hallenverhältnisse und der Spielergebnisse. Manche sagen, dabei haben sich die gegnerische Mannschaft und besonders der Trainer des Gegners nicht ganz sportlich verhalten.
Wie verhält man sich da als Trainer?

Jetzt muss ich ein wenig schmunzeln. Ja, unser Schmuckkästchen ist schon etwas Besonderes für die Gegner. In der Hinrunde gab es die Situation, dass sich der gegnerische Trainer mit seiner Mannschaft über die zu enge Halle beschwert hat, speziell über den Schiedsrichterkasten (wir haben jetzt ”einen Holzblock mit Styroporplatte statt Schiedsrichterstuhl”; Zitat anderer Gegner aus dem Spielbericht), die Lautstärke in der Halle und dem für seine Verhältnisse zu weit entfernten Protokoll mit Spielstand. Letztendlich spielen jedoch beide Mannschaften in der Halle, daher war dies nicht wirklich zielführend. Ich versuche in solchen Situationen dann eher ruhig zu bleiben und mich auf die eigene Mannschaft zu konzentrieren. Bei der wiederholten Nachfrage nach dem Spielstand habe ich meine Brille angeboten, das wurde jedoch abgelehnt. Ich glaube, als Trainer bist du in der Halle immer ein Vorbild für alle die weiterhin kommen, und die sportliche Fairness sollte dabei immer im Vordergrund stehen. Es kann immer einmal Situationen geben, die schwierig oder vielleicht ungerecht empfunden werden, das darf aus meiner Sicht jedoch nicht dazu führen, dass Zuschauer über einen den Kopf schütteln.

5. Bei dir gab es auch die ein oder andere Verletzung in der Mannschaft, wie gehst du als Trainer damit um?

Ja, Verletzungen waren unser ständiger Begleiter. Die ersten 3 Saisonspiele haben wir mit 4 unterschiedlichen Zuspielerinnen gespielt, das war keine leichte Aufgabe. Auch mussten die Spielerinnen immer mal wieder auf anderen Positionen spielen, die nicht die angestammten waren. Am Ende kannst du da als Trainer nicht so viel machen als zu schauen, dass die Mannschaft weiterhin reagieren kann und dann darauf vertrauen. Wenn jemand eine Position spielt, dann traue ich der Dame das zu. Wir hatten ein Spiel, wo wir mit 2 stark angeschlagene Spielerinnen auf der Bank saßen und eigentlich nur eine Position wechseln konnten. In einer Situation scharrten beide schon mit den Füßen und sagten, zur Not können sie spielen, doch dann haben die 6 auf dem Feld wieder den Fokus gefunden und wir haben nicht gewechselt und am Ende gewonnen. Letztendlich spielt man keine so tolle Saison mit 7 Spielerinnen. Das war einfach eine Teamleistung von allen Kaderspielern, die auch mal Lücken schließen, wo es nötig ist.

6. Mit dem Aufstieg kommen anscheinend auch die Personalsorgen? Einige Spielerinnen haben angekündigt aus diversen Gründen nächste Saison nicht mehr zu spielen. Wie viel Spielerinnen hast du jetzt zur Verfügung? Wird das reichen, um in der Bezirksliga zu bestehen?

Der Kader bestand zuletzt aus 11 festen Leuten. Zwei davon werden voraussichtlich zur nächsten Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Wir werden uns bemühen, diese Lücken zu schließen, und dann werden wir auch in der neuen Liga genügend Spielerinnen haben, die den Gegnerinnen einheizen.

7. Jetzt zu den schönen Momenten, was waren denn deine Highlights diese Saison?

Ich finde es toll, wenn eine Saison für die Mannschaft für legendäre Momente an den Spieltagen sorgt, die hängen bleiben. Für mich waren da einige. Wir starten einen Satz mit 14 Aufschlagtorpedos in Folge. Eine Spielerin muss auf der Bank Platz nehmen und wird dann für eine schwer verletzte Spielerin eingewechselt. Sie nimmt sich sofort den ersten Ball, feuert diesen zum Punkt und macht ein wirklich tolles Spiel. Unsere Mittelblockerin punktet am Netz 8 Mal in Folge. Die Eltern von 3 Spielerinnen (alles Schwestern) kommen einmal zum Spiel und alle 3 machen ein richtig gutes Spiel. 2 Spielerinnen werden in ihrer ersten Saison gleich zu Stammspielern. Und echt schön ist es auch, zwei tolle Kapitäninnen zu haben, die die Mannschaft zusammen halten, motivieren und in schweren Situationen die Verantwortung übernehmen.

8. Nun noch ein wenig Selbstreflexion, was würdest du anders machen, wenn du nochmal in die Saison starten würdest?

Ich hätte gern einiges dafür eingetauscht, wenn sich Elli nicht verletzt hätte (Knieverletzung). Einfach von der Persönlichkeit für die Mannschaft und auch für den Menschen kriegst du mit, dass das ein extrem bitterer Moment war. Das Saisonergebnis war sicherlich zufriedenstellend, das hätte auch schlechter laufen können. Ich denke, man hinterfragt das als Coach regelmäßig, und das ist auch gut so. Am Ende hast du aber immer nur vorher die Wahl, danach ist Hättehättefahrradkette.

9. Auch du bist jetzt staatlich lizensierter Trainer, wie hat sich dein Training durch den Trainerschein geändert?

Wahrscheinlich hat es dahingehend etwas verändert, dass ich viele neue Dinge gelernt habe. Es hat mir mehr Möglichkeiten und Vertrauen gegeben, Dinge flexibel und direkt zu ändern, wenn etwas beim Training zu gut läuft oder gar nicht läuft. Ich lasse inzwischen auch einen Tick fokussierter trainieren und habe bei technischen Fehlern mehr Ahnung, woran es liegen könnte.

10. Abschlussfrage: Worauf freust du dich nächste Saison am meisten?

Auf möglichst viele Hoppskreise mit der Mannschaft.

Phil und Chris bedanken sich noch einmal für die erlebnisreiche und schöne Saison bei ihren beiden Mannschaften!

 

 

 

Interview der Trainer von Damen 1 (Chris D.) und Herren 1 (Phil K.)

In großen Fußstapfen

In der kommenden Saison werden die ersten Mannschaften mit neuen Trainern an den Start gehen. Beide haben sich drängenden Fragen zu ihrer Person gestellt.

Phil an Chris

1. Hallo Chris, vielen Dank für das Interview heute. Seit kurzem bist du der Trainer der Damenmannschaft des PSK. Erzähl uns bitte kurz, wie du zu der Aufgabe gekommen bist?

Das ist eine etwas längere Geschichte. Es fing relativ früh Ende des letzten Jahres an, als der damalige Trainer der Damen erklärte, seine letzte Saison zu trainieren. In einem ersten Schritt sprachen mich unsere Abteilungsleiterinnen an, ob ich mir das vorstellen könnte. Ohne Trainererfahrung war ich jedoch nicht sicher, dieser Aufgabe gewachsen zu sein. An sich hat es mich schon gereizt, darum habe ich mal nicht gleich „Nein“ gesagt. Im Verlauf schien sich das Ganze zu verfestigen und den Ausschlag gab dann ein Überraschungsbesuch der beiden Mannschaftsführerinnen, die mich mit großen Augen anschauten und fragten „Chriiihiis… willst du unser Trainer sein?“. Was sollte ich da sagen… ?

2. Wie würdest du dich selbst als Trainer beschrieben? Worauf legst du besonders Wert?

Phil, das sind jetzt gleich 2 Fragen, ich versuche sie mal zusammen zu beantworten. Ich glaube, dass ich mich als Trainer noch nicht wirklich gefunden habe und noch viel an mir und Mannschaft ausprobiere. Ich versuche, den Einzelnen zu verbessern und die Mannschaft zum Zusammenspielen zu bringen. Ich finde es wichtig, dass man bei uns mit Spaß bei der Sache ist, weil die Leute dann gerne trainieren. Etwas Druck ist auch wichtig, weil sich Volleyball so viel im Kopf abspielt. Aber hier kommt wieder der Spaß und Mannschaftsgeist zum Tragen. Alleine und verkrampft holt man im Volleyball nicht viel.

3. Was möchtest du in der nächsten Saison als Trainer mit der Mannschaft erreichen?

Das ist einfach. Mein Ziel ist, dass die Mannschaft am Ende der Saison alles abgerufen hat, was möglich war und wir auch auf dem Papier etwas zu feiern haben. Voraussichtlich werden wir nicht alle Spiele gewinnen. Ich schaue da eher von Spiel zu Spiel und mag ungern verlieren. Am Ende heißt das, dass man mit dem Team erfolgreicher sein möchte als es vorher war.

4. Wo erkennst du schon Stärken in deinem Team?

Die Damen sind eine eingespielte Mannschaft und kennen sich schon sehr lange. Es ist ein großer Zusammenhalt im Team und viele Spielerinnen haben eine gute Technik und können diese gewinnbringend einsetzen. Viele Dinge gehen über den Kampf und das kann die Mannschaft wirklich. 

5. An welchen Punkten muss deiner Meinung nach noch besonders gearbeitet werden?

Besonders arbeiten würde ich jetzt nicht sagen. Ich denke, dass wir in Hinblick auf Kraft und Zusammenspiel noch etwas mehr machen können. Das würde zusätzliche Möglichkeiten im Spiel geben und helfen, einige Fehler zu vermeiden. 

6. Nun nochmal zu deiner Person, was war dein größter sportlicher Erfolg?

Ich könnte ja jetzt sagen, dass ich mit über 35 und erst 4,5 Jahren Erfahrung im Volleyball noch bei einer ersten Mannschaft in der ersten 6 stehe, während die Mannschaft viel jünger und vom Beruf her  mehr Zeit zum Trainieren hat. Aber das weiß ich ja noch nicht, weil ich ja deine erste 6 noch nicht kenne. Ich bin auf jeden Fall stolz auf einige Halbmarathonläufe, weil man dort wirklich alleine mit sich selbst und seinem Körper ist. Ich kann die an einer Hand abzählen und der Lauf in Rostock 2012 bei Gewitter und Hochwasser war schon etwas Besonderes.

7. Zum Sport gehören immer auch Rückschläge, was war deine schwerste sportliche Erfahrung und konntest du im Nachhinein daraus profitieren?

Ich habe vor ca. 10 Jahren Fußball gespielt und mich da über die zweite an die erste Mannschaft heran gespielt. Nach 90 min bei der 2. wurde ich bei einem aussichtslosen Spielstand von 0-6 bei der 1. Mannschaft eingewechselt. Es gab Ecke gegen uns und der Ball traf mich unglücklich zum Eigentor. Ich war 10 Sekunden auf dem Platz. Ich hab damals gemerkt, dass ich dort an meinem Limit angekommen war und habe dann kurz danach auch mit Spielbetrieb Fußball aufgehört. Ich bin dann zum Volleyball und habe dort viele tolle Leute kennen gelernt.

8. Vielen Dank bis hierhin, gibt es zum Schluss noch etwas, dass du den Lesern oder deinem Team mitteilen möchtest?

Na klar. Die Saison geht im Oktober los und alle Volleyballmannschaften freuen sich, wenn mehr Leute als bisher zu den Spielen zum Zuschauen kommen. Es kostet keinen Eintritt und es gibt auf jeden Fall einen Sieger.

Chris an Phil

1. Phil, seit 6 Monaten bist du jetzt der neue Coach an der Außenlinie bei den Herren 1 des PSK. War das der Plan, nachdem du erst im letzten Sommer bei uns angefangen hast?

Beim PSK angefangen habe ich ja in der Mannschaft in der ich jetzt Trainer bin. Geplant war das ganz und gar nicht. Ich wollte nach 1,5 Jahren Volleyballpause einfach wieder spielen und das Gemeinschaftsgefühl eines Teams genießen. Nach meinem Ellenbogenbruch im Winter habe ich dann ein paar Mal das Training übernommen und wieder gemerkt, wie viel Spaß es mir macht Trainer zu sein. Dann hat eins zum anderen geführt und nun passt für mich alles perfekt.

2. Einige in der Mannschaft sagen, dass du den Stein zum Klassenerhalt in der letzten Saison gesetzt hast. Wie geht ein Messias mit diesen Ansagen um?

Zunächst einmal möchte Ich sagen, dass so eine Leistung wie sie in den letzten Spielen der Saison zustande gekommen ist immer von einem kompletten Team getragen wird.  Was ich gemacht habe war die Mannschaft an ihre Fähigkeiten zu erinnern und durch kleine taktische Umstellungen die individuellen Stärken herauszukitzeln. Dazu haben wir uns im Training stark auf unsere Annahme konzentriert und damit wirklich eine gute Basis für die Spiele geschaffen. Als Trainer habe ich also sicher meinen Anteil am Klassenerhalt, aber ein Messias bin ich deswegen noch lange nicht, auch wenn mir solche Aussagen natürlich schmeicheln.

3. Die Herren des PSK haben seit der Rückkehr in den Spielbetrieb mit dir innerhalb von 4 Jahren den 4. Trainer. Brauchen wir im Jahr 5 den 5. Trainer?

Ich denke zum Teil lag dies auch an der Entwicklung der Mannschaft, die wie ich das beurteilen kann doch recht schnell von statten ging. Ich möchte mich gemeinsam mit der Mannschaft entwickeln und so langfristig etwas aufbauen. Deshalb habe ich mich ja auch gemeinsam mit dir für den C-Trainerschein angemeldet. Ein großer Traum von mir ist es auch einmal mit einem Volleyballteam Meister zu werden und dieses Potential sehe ich durchaus in der Mannschaft. Was dann die Zukunft bringt kann natürlich keiner sagen, aber wenn die Strukturen weiter so wachsen wie jetzt bin ich davon überzeugt, dass es noch lange mit der Mannschaft und mir als Trainer weiter gehen kann.

4. Nach einer schlimmen Verletzung im Winter hast du es bisher nicht wieder auf das Spielfeld zurückgeschafft. Kommt noch einmal ein Frühling für Phil K. in dem er die Knieschoner anzieht?

Da ich schon seit Jahren nicht mehr mit Knieschonern spiele, wohl eher nicht. Die Verletzung war wirklich ein herber Rückschlag für mich, da ich gerade erst damit begonnen hatte in alte Form zurück zu finden. In einer Herrenmannschaft wie sie jetzt antritt sehe ich mich tatsächlich nicht mehr, auch weil ich fitnessmäßig inzwischen sehr weit weg davon bin. Was ich mir vorstellen kann ist irgendwann im Herbst einer Volleyballkarriere einmal eine Jugendmannschaft zu trainieren und dann gemeinsam mit dieser nochmal aufs Volleyballfeld aufzulaufen. Aber das ist ferne Zukunftsmusik. Zurzeit will ich mich aber voll und ganz aufs Trainerdasein mit der Herren 1 fokussieren.

5. Als Spieler habe ich dich in den letzten Monaten als ehrgeizigen Perfektionisten kennen gelernt. Mit welchem Saisonergebnis wärst du nach der kommenden Saison glücklich?

Das stimmt, an mich selbst stelle ich immer sehr hohe Ansprüche, als Trainer muss man da aber auch realistisch sein und einen klaren Blick behalten. Als Saisonziel habe ich den 4ten Platz ausgegeben. Wenn man sich die Liga anschaut ein durchaus ehrgeiziges Ziel für eine Mannschaft die gerade so dem Abstieg entgangen ist. Ich erkenne aber großes Potential in der Mannschaft und glaube fest daran, dass wir das wirklich schaffen können. Viel wichtiger als der Tabellenstand ist mir aber, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt und wir am Ende der Saison besseren Volleyball spielen als jetzt. Erfolge werden sich dann von ganz alleine einstellen.

6. Du hast zusammen mit einem Freund einen Podcast (P.S.: Sucht nach „From Bangkok to Bogota“) und bist auch vom Typ her ein Entertainer und lachst gern. Hast du manchmal Respekt davor, zu nah an der Mannschaft zu sein oder den nötigen Ernst in der Mannschaft bei wichtigen Entscheidungen zu haben?

Ich denke in den meisten Fällen ist es ein Vorteil, dass ich mit den Spielern ein freundschaftliches Verhältnis habe. Ich merke, wie die Spieler mir gegenüber sehr offen sind und viele gute Ideen mit einbringen. Dazu kommt, dass es eine gewisse Lockerheit schafft und Freiraum für Spaß lässt, der im unteren Liegenbereich in dem wir uns befinden besonders wichtig ist. Ich denke auch, dass ich durch meine aufgeweckte Art ein guter Motivator für das Team sein kann. Das Team hat viele eher ruhige Charaktere und dazu kann ich ein guter Ausgleich sein. Manchmal habe ich aber auch eine wenig Sorge nicht ernst genug genommen zu werden. Weniger bei den wirklich schweren Entscheidungen, sondern mehr im regulären Trainingsbetrieb. Da hoffe ich, dass ich den Spielern klar zeigen kann, wann aus meiner Sicht Ernsthaftigkeit angesagt ist und wann Zeit für Blödsinn ist. An den Spieltagen die Ich bis jetzt coachen durfte, hatte ich hingegen immer das Gefühl, dass mir die Mannschaft zu 100% vertraut und das auch in schwierigen Situationen.

7. Satzpause. Wir liegen 0-2 nach Sätzen zurück. Was erzählst du uns als Anekdote aus deinem aktiven Volleyballleben, damit wir weiter an den Sieg glauben?

Wenn wir 0:2 hinten liegen ist eigentlich keine Zeit für Geschichten, dann möchte ich es als Trainer schaffen der Mannschaft konkrete Anweisungen zu geben, wie wir den Gegner schlagen können. Da ich aber den Lesern nicht den Spaß verderben will, folgende Geschichte von dem wohl besten Spiel, dass ich abgeliefert habe: Damals, noch in Rastatt, wir liegen 1:2 hinten gegen Neuweier unseren ständigen Rivalen. Im 4ten Satz steht es 8 zu 17 gegen uns, aber wir glauben die ganze Zeit an uns. Durch viel Kampfgeist und ein paar gute Aufschlagserien drehen wir den Satz und das Spiel. Ich war total im Flow und war bei jedem Ballwechsel mit 100% auf diesen einen Punkt fokussiert. Das Spielen von Ball zu Ball ist in solchen Situationen besonders wichtig aus meiner Sicht und das würde ich meinen Spielern dann auch sagen.

8. Satzpause. Wir liegen 2-0 nach Sätzen vorn. Was erzählst du uns als Anekdote aus deinem aktiven Volleyballleben, damit wir nicht leichtfertig werden?

Wahrscheinlich wäre es das Beste mit einem positiven Beispiel zu reagieren, da würde ich die Mannschaft gerne an unser Spiel in Durmersheim erinnern. Dort haben wir super konzentriert gespielt. Wenn man in den ersten 2 Sätzen gut ist, muss man immer versuchen, im dritten Satz noch einen drauf zu setzten, besonders hart arbeiten und dem Gegner zeigen, dass man nicht nachlässt. Aus meiner aktiven Karriere fällt mir da ein besonderes Gegenbeispiel ein. Damals haben wir gegen den Meister dieser Saison Hagsfeld gespielt. Damals waren viele Spieler von dort technisch noch nicht so ausgebildet wie heute. Wir waren in den ersten zwei Sätzen absolut dominant und haben den 2ten Satz zu nur 7 Punkten gewonnen. Das war der perfekteste Satz den ich je von einer Mannschaft gesehen hatte. Keinen einzigen Fehler haben wir uns erlaubt und die 7 Punkte hatte sich der Gegner hart erarbeitet. Im dritten Satz hatten wir mit der Partie schon abgeschlossen und diesen dann verloren, obwohl wir an dem Tag die viel bessere Mannschaft waren. Das Spiel ging dennoch an uns aber hätten wir auf dem Niveau des 2ten Satzes weiterspielen können wäre es ein legendärer Spieltag geworden.

9. Stell dir vor, ich bin ein neuer Spieler und komme in dein Training. Ich habe eine Supertechnik, kann Bälle schlagen und bin irrsinnig schnell. Womit kannst du in den ersten Probetrainings überzeugen, dass ich in deine Mannschaft komme? 

Das ist endlich mal eine einfache Frage. Bei uns im Training wirst du schnell Teil einer Mannschaft die einen sehr freundlich aufnimmt. Unser Training beginnt immer mit Spaß und endet mit motiviertem Volleyballspiel. Zwischen drin bekommst du die Möglichkeit deine Technik durch gut vorbereitete, abwechslungsreiche Übungen und persönliches Feedback zu verbessern. Außerdem lernt man immer etwas Neues übers Volleyballspielen.

Wir wünschen beiden Mannschaften den maximalen Erfolg mit ihren Mannschaften.

30.07.2018

Phil K. und Chris D.