Zum Inhalt springen

Fußball

F-Junioren

Trainingszeiten F1-Jugend (Jhg. 11)

Tag Zeit Ort Trainer
Montag
Freitag
17:00 - 18:30 Uhr Anlage "Am Dammerstock"
Ettlinger Allee 9
David Lopez

Trainingszeiten F2-Jugend (Jhg.12)

Tag Zeit Ort Trainer
Montag
Mittwoch
17:00 - 18:30 Uhr Anlage "Am Dammerstock"
Ettlinger Allee 9
Mark Prestel/ Jürgen Bender

Spielaustragungsort

Die F-Jugend Spieltage werden auf der Anlage "Zur Südstadt" ausgetragen.


Foto:Enrico Briegert

Ergebnisse/Aktuelles der F-Jugend
Es liegen derzeit keine aktuellen Informationen vor!

Internationaler U9-Fußball-PfingstCup in Köln und Leverkusen

Hallo PSK-Kicker und -Kickereltern, PSK-Trainer und -Betreuer, -Sportdirektoren, -Pressesprecher und -Mannschaftsärzte

 

(Ja ja, das alles gibt es inzwischen bei uns - zumindest wenn's drauf ankommt!!)

 

Ein tolles, außergewöhnliches Fußballwochenende liegt mittlerweile hinter uns, und ich denke, als am späten Sonntagnachmittag alles vorbei war und alle wieder vom Fußballplatz in der Apenrader Straße abreisten, war vielleicht beim einen oder anderen schon 'ne leichte Melancholie zu spüren. Die Jungs hatten sich einfach alle saugut miteinander verstanden und wirkten am Ende wie zusammengeschweißt.

 

Aber der Reihe nach:

Wir kamen Freitag Abend im Ramada-Hotel in Köln-Brühl an, wo die meisten Kicker mit ihren Papas, einer Mama oder auch ganz ohne Eltern untergebracht waren. In der nahegelegenen Pizzeria Napoli konnten sie sich noch mit typisch italienischen Spezialitäten wie Schnitzel mit Pommes oder Chicken-Nuggets stärken. Im Hotel noch ein paar Panini-Bilder getauscht - dann war Bettruhe angesagt.

 

Am nächsten Morgen wurde es dann ernst. Nationale und internationale Hochkaräter wie Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund, Bayern München, Juventus Turin, Manchester City usw. usw. - die Crème de la Crème der europäischen Spitzenvereine hatten ihre F-Juniorenteams zu einem professionell organisierten Großturnier geschickt, das in 16 Gruppen an mehreren Spielorten in und um Köln und Leverkusen stattfand. Und unser PSK mittendrin! Gleich im allerersten Spiel traf man auf sage und schreibe - Olympique Marseille!!! Die waren erwartungsgemäß professionell präpariert, besonders der 4-köpfige Betreuerstab in himmelblauen Daunenmänteln stach einem ins Auge.

 

Der PSK ganz anders! Taktisch raffiniert ließen wir den Gegner erst Mal warten und schmoren. Erst kurz vor Anpfiff traf Trainer Jochen mit den Trikots am Spielort ein und noch ultrakürzer Torwart Enes mit Bruder Kaya. Ja okay, es war doch eher die nervenaufreibende Parkplatzsuche. Dann nach dem üblichen - allerdings einseitigen - Austausch der Vereinswimpel ging's dann los. Unerschrocken, wie wir unsre Jungs kennen, gingen sie zu Werke, konnten die ersten Minuten ein 0:0 halten, aber dann war's passiert. Marseille ging in Führung und es folgten beeindruckende Lehrminuten zum Thema "Ball-laufen-lassen". Generell muß man sagen, daß diese Jungs von den großen Clubs aufgrund ihrer Schnelligkeit in der Ballannahme und sofortiger "Ballweiterverwertung" einfach in der Lage sind, ein zumeist sicheres Kombinationsspiel aufzuziehen, bei dem nur selten Einzelaktionen oder gar Ballverliebtheit zu sehen sind. Natürlich nur möglich, weil halt auch die, die gerade nicht am Ball sind, wieselflink in die richtigen Räume laufen, wo sie abermals den Ball zugespielt bekommen und dann schon oft die Torchance entsteht.

 

Unsere Jungs hielten aber auch dagegen, ließen die Köpfe nicht hängen und bewiesen kämpferische Moral. Mittelfeld-Lokomotive Ben mußte nach einer südfranzösischen Zange und provenzalischem Pferdekuß auf den Oberschenkel kurz das Spielfeld verlassen. Der darauffolgende Freistoß und die restlichen ca. 1,5 PSK-Torchancen landeten leider nicht im Tor und so kam es am Ende zu einem leistungsgerechten 0:4. Immerhin schon Mal kein Totaluntergang! Haben sie gegen einen derart übermächtig erscheinenden Gegner gut gemacht.

 

Dann kam den Jungs gleich der nächste prominente Gegner vor die Flinte - Slavia Prag. Nahezu die gleiche schnelle Kombinationsspielweise wie Marseille, allerdings statt mit filigraner Gazellenhaftigkeit eher mit tschechischer Robustheit ausgestattet. Die Prager Jungprofis waren auch noch einen guten halben Kopf größer und gingen körperlich bedingungslos zur Sache. Der Schiedsrichter war häufiger gefordert, schritt dennoch nach dem Geschmack der PSK-Fangemeinde etwas zu selten ein. Die aufmunternden Rufe unserer Betreuer häuften sich und waren jetzt auch bitter nötig. Am Ende hieß es 0:8. Einzig positives Fazit dieses Spiels: Torwart Enes konnte zusehends sein bis dato manchmal abenteuerliches Abschlagsspiel verbessern. Unser überaus einfühlsamer und hochspezialisierter Torwarttrainer Lütfü hatte ganze Arbeit geleistet und für die darauffolgenden Begegnungen war der so eminent wichtige Grundstein für den eigenen Spielaufbau gelegt.

 

Dann noch eine Partie gegen den Erler SV, die mit 0:3 verloren ging. Naja... Die Torbilanz nach dem dritten Spiel also 0:15. Erste mentale Ausfallerscheinungen unsrer Jungs wurden von den mittlerweile zu dritt agierenden Betreuern erfolgreich weg gecoacht. Co-Trainer Julian war inzwischen eingetroffen. Das Trainerteam roch jetzt Lunte und gierte förmlich nach dem ersten Erfolg oder zumindest mal nach dem ersten eigenen Treffer. Sie zogen in der nächsten Partie - gegen den Lokalmatador SC Köln West - ein perfekt in Szene gesetztes "3-Seiten-Coaching" auf. Jochen auf der Hauptgeraden, Julian auf der Gegengerade und Lütfü hinterm Tor. Der Funke sprang sofort über aufs Jungteam. Depressionen waren komplett weggeblasen. Der PSK konnte endlich sein Spiel aufziehen. Die bestens bekannten Goalgetter Gregor, Emilio, Simon und Luis wurden aus dem Mittelfeld immer wieder perfekt bedient, zeigten ihren nur schwer zu bremsenden Zug zum Tor und schlugen fast im Minutentakt erbarmungslos zu. Da war sie wieder - die mannschaftliche Geschlossenheit! Hinten bügelte Innenverteidiger Etem alles mit fairen Mitteln sicher weg, sein Nebenmann Luc stand ihm in nichts nach und so konnten sich beide auch immer wieder gefährlich nach vorne einschalten. Egal wer ein- oder ausgewechselt wurde, alle konnten jetzt ihre Akzente setzen - Maik, der Knipser, Dribbeltaktiker Sherif, Oberdribbelkünstler Richard, Samuel "ohdeOli" oder Kaya - "der Fels" (in der Brandung). Die Becker-Fäuste flogen durch die Luft wie 's Konfetti am Kölner Karneval. Endergebnis 6:1. Die Jungs feierten wie die Weltmeister.

 

Die letzte Partie des Tages gegen einen FC ... Waldesruh' ging nochmal ganz knapp verloren, aber egal.

 

Spielerpapa Sebastian hatte ein feines und dem Anlaß gebührendes Begleitprogramm organisiert. Die Jungs hatten die Wahl zwischen Besuch der Schokoladenfabrik oder Besteigung des Kölner Doms. Man entschied sich kurzerhand für den Dom. Und so kraxelte also die ganze PSK-Truppe 533 Stufen den Dom hinauf, genossen die herrliche, urbane Aussicht und kraxelten wieder 533 Stufen hinunter. Dann an der Hohenzollern-Brücke mit ihren abertausenden, ewige Treue symbolisierenden Vorhängeschlössern hatten alle 'nen Mordsfeetz und erst recht bei der anschließenden Nachmittagseinkehr im Biergarten mit Wasserspielpool, gigantischen Seifenblasen und der Massenevakuierung ins Wasser gestürzter Bienen. Die Väter hatten alle Hände voll zu tun, ihren Durst zu löschen, schmerzhafte Bienenstiche wurden behandelt, klatschnasse Kicker gewärmt - und alles bio...

 

Wieder im Hotel angekommen, VfB Stuttgart war abgestiegen und Simon hatte es geschafft, sich zu seinen Jungs ins Hotel zu schmuggeln. Alle hatten miteinander Spaß, alle waren integriert, keinerlei Grüppchenbildung oder gelegentliches Beleidigt sein mehr bei den Jungs zu sehen. Dann wieder Pizzeria Napoli - diesmal die ganz große Tafel. Und nach dem üblichen Panini-Bildertausch in der Hotellobby gings dann ins Bett.

 

Am Sonntag sah der Spielplan 6 Spiele für die PSK-Kicker in der Siberrunde vor - sozusagen das B-Turnier oder die Trostrunde. Ich will's kurz machen: Mit allen Gegnern absolut auf Augenhöhe, in den meisten Spielen sogar überlegen. Die ersten beiden Partien unentschieden - trotz gewaltiger Torchancen für PSK. Und dann war's soweit - der erste Sieg auf internationaler Ebene - 1:0 gegen Top Football Kosovo!!! Die letzten drei Partien des Turniers u.a. gegen Kirchheim/Teck und VFL Leverkusen auch noch top gespielt. Ergebnisse sind mir leider inzwischen entfallen.

 

Der PSK war inzwischen auch der mentale Superstar. Die Jungs kamen super miteinander klar - das ganze Wochenende. Die Trainer haben Einiges gesehen und wissen jetzt sicher, woran im Training noch verstärkt zu arbeiten wäre.

 

Nach 11 Begegnungen in zwei Tagen auf hohem und teilweise absolut höchstem Niveau kann das Fazit nur lauten (Achtung - extra für Dich, Samu):

 

"MER LOSSE DE DOM IN KÖLLE, DENN DO JEHÖRD E' HIN!"