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Leichtathletik

Archiv 2014

32. Baden-Marathon am 20./21. September 2014: PSK in seiner gesamten Breite vertreten

Der Bauarbeiter auf der Finisher-Medaille zeigte es an: Die zahlreichen Baustellen in der Stadt drückten dem diesjährigen Baden-Marathon ihren Stempel auf. Demzufolge wies der verwinkelte Streckenverlauf auf der zweiten Hälfte – höflich formuliert – ein hohes Optimierungspotential auf. Die Streckenführung war jedoch nur eine der Herausforderungen, mit denen sich die Veranstalter konfrontiert sahen. Die Sperrung der Europahalle, das zeitgleich stattfindende KSC-Heimspiel und ein Rückgang der Anmeldungen aufgrund des letztjährigen Desasters an der Bahnschranke in Weiherfeld sorgten für schwierige Rahmenbedingungen, die jedoch den Verhältnissen entsprechend angemessen gemanagt wurden. Das gut organisierte Rahmenprogramm trug viel zum sympathischen Charakter der Veranstaltung bei.

Den Auftakt des Rennwochenendes machten bei tollem Sommerwetter am Samstag die Kinderläufe. Leni Beil (15:59 min), Luca König (13:15 min), Luuk Ulrich (12:10 min) und Alexander Spieth (23:11 min) starteten beim Mini-Halbmarathon über 2,4 km. Im Anschluss gingen Mica König (2:16 min) und Quentin Ulrich (2:03 min) beim Bambini-Marathon über 333 m im Beiertheimer Stadion an den Start. Wie die „Großen“ in den Hauptläufen erhielten auch alle Kinder ihre persönliche Finisher-Medaille.

Nachdem es über Nacht geregnet hatte zeigte sich das Karlsruher Wetter am Sonntagmorgen von seiner feuchtschwülen Seite und sorgte so für Bedingungen, die in Kombination mit der Streckenführung im Marathonrennen kaum Bestzeiten zuließen. Die meisten Starter – auch aus den Reihen des PSK – hatte jedoch der Halbmarathon zu verzeichnen. Christine Fischer benötigte 2:30:15 h für die 21,1 Kilometer, Annemarie Kerl war nach 2:40:45 h im Ziel. Daniel Melchien lief 2:17:42 h und der M50er Johannes Schmidt bewältigte die Strecke in 1:58:27 h. Barbara Falk knackte wie von ihr geplant die 2-Stunden-Marke und lief in 1:58:10 h persönliche Bestzeit. Dennoch ließ sie es sich nicht nehmen, direkt im Anschluss zu Kilometer 37 zu radeln und als „Marathonengel“ ihren Trainingspartner Michael Meyer bei seinem erfolgreichen Marathondebut auf den letzten fünf Kilometern zu begleiten. Nach 3:58:23 h erreichten beide das Ziel im Beiertheimer Stadion. Dieter Bury hat seit Gründung des Baden-Marathons keine Austragung ausgelassen und absolvierte gewohnt souverän die Halbmarathondistanz in 1:56:31 h. Seine starke Leistung wurde mit Platz fünf in der Altersklasse M70 belohnt, das Podium verpasste er lediglich um drei Minuten.

Auch auf den klassischen 42,195 km war der PSK vertreten. Nachdem er zur Halbzeit auf dem zehnten Gesamtrang lag konnte sich Benedikt Rieker dank einer guten Renneinteilung bis auf den sechsten Platz vorarbeiten und diesen bis ins Ziel behaupten. Dort stoppte die Uhr für ihn bei 2:49:34 h. Damit belegte er den 3. Platz in der Altersklasse M30. Außerdem entschied Benedikt, der beim PSK als BA-Student beschäftigt ist, die Studentenwertung für sich.

Der PSK war jedoch nicht nur auf der Strecke engagiert bei der Sache. Auf der Höhe von Kilometer 15 zwischen Rüppurr und Weiherfeld kümmerte sich die Seniorenabteilung am dortigen Verpflegungspunkt um die Versorgung der Läufer mit Wasser und Bananen. PSK-Vorstandsmitglied Dr. Karsten Haasters, bekannt als Organisator des Fidelitas-Nachtlaufs, unterstützte die zahlreichen Helfer im Zielbereich. So bleibt abschließend festzuhalten, dass sich der Verein in jeder Hinsicht aktiv in eines der sportlichen Highlights Karlsruhes eingebracht hat.

 

Zahlreiche PSK-Sportlern beim Karlsruher Stadtwerkelauf

Bereits zum 31. Mal fiel am 11. September 2014 der Startschuss zum Volkslauf der Stadtwerke Karlsruhe. Die Veranstaltung findet traditionell am frühen Donnerstagabend – zehn Tage vor dem Baden-Marathon – statt. Zur Wahl stehen die Distanzen 5 km und 10 km, wobei man aufgrund einer Änderung der Streckenführung dieses Jahr im längeren der beiden Wettkämpfe auf 10,3 km kam.

PSK-Dauerbrenner Dieter Bury nutzte den 5-km-Lauf zur Formüberprüfung für den LBS-Halbmarathon am 21. September, den er seit seiner Gründung ohne Unterbrechung jedes Jahr finishen konnte. Mit einer Zeit von 25:14 min und Gesamtrang 46 liegt der inzwischen 74-Jährige voll im Plan für sein Vorhaben. Im selben Wettbewerb erreichten zwei jugendliche Geschwisterpaare das Ziel. Jessica Mußgnug benötigte für die Strecke 35:18 min (84. Platz), ihr Bruder Christoph wurde in 27:07 min 64. Die beiden 14-Jährigen Philipp und Patrick Reither belegten in 24:01 min bzw. 25:00 min die Plätze 34 und 44.

Im Rennen über 10,3 km war die Spitze hart umkämpft. Im Zielkanal lagen die fünf Erstplatzierten weniger als 30 Sekunden auseinander. Benedikt Rieker sicherte sich in 37:03 min den 3. Platz. Wenn es beim Stadtwerkelauf eine Altersklassenwertung geben würde, wäre der Sieg in der M50 dieses Jahr an Tom Bischoff gegangen. In starken 41:43 min lief er auf den 23. Gesamtrang. In 57:49 min (47. Platz) bzw. 51:57 min (187. Platz) finden sich mit Heidi und Joachim zwei weitere Mitglieder der Familie Mußgnug in den Ergebnislisten. In 55:37 min beendete Thomas Reither – der Vater von Philipp und Patrick - den Wettkampf auf Position 250.

Fazit: Der Volkslauf der Stadtwerke Karlsruhe ist ein prima organisierter und attraktiver Lauf zur Feierabendzeit, der auch in diesem Jahr mit über 800 Finishern seine Beliebtheit unter Beweis stellte. Bemerkenswert: Fünf der PSK-Läufer starteten für die Abteilung Handball. Es ist schön, dass auch außerhalb der klassischen Leichtathletik Begeisterung für den Laufsport besteht. So weist diese Tatsache auch auf die Vielseitigkeit in unserem Verein hin.


Leichtathletik EM: Julian Howard scheitert knapp am Finaleinzug

20/08/14 SR - Man blickt mit gemischten Gefühlen auf die vergangene Woche und die Europameisterschaften der Leichtathletik in Zürich / CH zurück. Am Ende belegte Deutschland im Medaillenspiegel nur Rang 3 (4x Gold, 1x Silber, 3x Bronze). Während es auf der einen Seite Überraschungssieger wie Antje Möldner-Schmidt (Siegerin 3000m Hindernis) gab, konnten andere Athleten der deutschen Nationalmannschaft ihr Potenzial bei den Wettkämpfen nicht abrufen. Dennoch zeigte das jüngste deutsche EM-Team (25,2 Jahre), dass wir in Deutschland auf einem guten Weg sind eine breite und schlagkräftige Basis in der Leichtathletik aufzubauen.

Die deutschen Weitspringer – Julian Howard (PSK – LGR Karlsruhe), Sebastian Bayer und Christian Reif – durften bereits am 3. Tag im „Letzigrund“-Stadion bei guten Bedingungen ihre Qualifikation austragen. Es galt sich aus der Menge von 30 gemeldeten Springern mit einer guten Weite für das Finale der besten 12 Springer zu qualifizieren.

Julian war mit einer Weite von 8,04m (Norm 8,05m) angereist und wollte auch diese wieder abrufen. Viele Sprünge bleiben den Athleten dabei nicht – stehen doch nur 3 Versuche in der Qualifikation zur Verfügung. Julians Trainer Udo Metzler verlängerte deshalb seinen Anlauf um einen Fuß, um seinem Schützling gleich beim ersten Versuch Sicherheit, bei gleichzeitig hohem Risiko (kein Sicherheitssprung), zu ermöglichen. Leider lief Julian nicht so energisch an und verschenkte viele Zentimeter am Brett, woraus eine Weite von 7,63m resultierte. Bei seinem zweiten Versuch lief er nun richtig auf das Brett zu und flog an die 8-Meter-Marke heran. Jedoch wurde die rote Fahne gehoben und der Sprung war ungültig. Es blieb ihm nun nur noch ein finaler Sprung, um sich für das EM-Finale zu qualifizieren. Kein Wunder, dass man zwar das letzte aus sich herausholen möchte, jedoch gleichzeitig das Grübeln anfängt. Hierbei hätte vielleicht geholfen, wenn Julian ein paar mehr Sprünge in der laufenden Saison hätte machen können. Die Fersenprellung, an der er bis zuletzt laborierte, wird hier entscheidend gewesen sein. Dennoch steigerte sich Julian in seinem letzten Versuch auf 7,63m. Im finalen Klassement fehlten lediglich 16 Zentimeter für einen Platz im Finale. Schade…!

Mitfavorit Sebastian Bayer (ehem. Europameister) ging es ähnlich. Er schied ebenfalls in der Qualifikation mit einer Weite von 7,56m aus und konnte sich seine Leistung nicht erklären. Christian Reif als dritter im Bunde der deutschen Weitspringer schaffte den Sprung ins Finale (8,02m) und erreicht dort den 8. Platz (7,95m).

 Einen Kommentar der BNN finden Sie hier...


Julian Howard holt Bronze bei Deutschen Meisterschaften

SR 03/08/14 - Grandios: Julian Howard wurde durch den Deutschen Leichtathetlik-Verband in das Team der 3 Weitspringer nominiert, die bei der Europmeisterschaft in Zürich / CH an den Start gehen dürfen.

Begleitet wurde die Entscheidung von dem Beigeschmack, dass der Sieger Markus Rehm der Deutschen Meisterschaften vergangene Woche hingegen nicht nominiert wurde. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass er durch seine Unterschenkelprothese einenbiomechanischen Vorteil erzielt.

Mehr dazu hier


Grandiose Ergebnisse der PSK-Athlethen bei den Süddeutschen Meisterschaften in Regensburg

Mit grandiosen Ergebnissen begannen die Athleten der LG Region Karlsruhe den ersten Tag  bei den Süddt. Meisterschaften in Regensburg. Die Weitspringer waren mit 5 LGR-Athleten an den Start gegangen - leider kam David Ossola mit 6,79m überhaupt nicht zurecht und schied nach dem Vorkampf aus.

Doch dann passierte in nur einer Minute Grandioses. Zuerst sprang Sebastian Unger mit 7,17m eine neue Bestleistung, im gleichen Moment sprintete Trainingskameradin Sarah Gedemer in einem technisch fast perfektem Sprint unter den Anfeuerungen der LG-ler an der Spitze des Vorlaufes ins Ziel - für alle erkennbar unter 12 Sekunden und Anton Epp sprang zu neuer Bestleistung von 7,32m. Das Ergebnis von Sarah Gedemer wurde bekannt - neue Bestleistung mit 11,89 sec. bei gültigem Rückenwind von 1,9 m/s und damit die Norm für die DM in Ulm.

Anschließend überschlugen sich die Ereignisse im Weitsprung der Männer - zuerst steigerte Sebastian Unger seine persönliche Bestleistung im 5. Versuch auf 7,29m, ehe Anton Epp sich im letzten Versuch auf 7,49m bei gültigem Wind von 1,5 m/s steigern konnte und damit den Vizemeister perfekt machte. Basti Unger legte nochmal 7,26m nach und belegte mit 7,29m den undankbaren 4. Platz. Damit haben sich die beiden PSK-Athleten im Vergleich zum vergangenen Jahr enorm gesteigert - Anton um 45 cm und Basti um 38cm. Trainer Udo Metzler jedenfalls war hochzufrieden mit seinen Athleten.

Die 4 x 100m Staffel der Männer bildete aus Karlsruher Sicht den Abschluss des ersten Tages - in der Besetzung Kevin Nwaoha, Paulo Vicente, Sebastian Unger und dem wild kämpfenden Schlussläufer Anton Epp gelang der Staffel trotz eines zu frühen Ablaufes am 2. Wechsel und dem nahezu völligen Abstoppen mit 42,90 sec. noch eine gute Zeit, die nur knapp geschlagen Platz 4 bedeutete. Ohne diesen Fehler wäre wohl die 42-iger Marke der Weitspringerstaffel gefallen - dies soll nun in Freistett nachgeholt werden.